Kritik zu Dan Bowns Buch "Das verlorene Sybol"

Von Andreas Richter

 

Man wird den Eindruck nicht los, dass hier Werbung für die „Freimaurer“ betrieben wird. Verglichen mit den Religionen, die sich bekämpfen, sind die Freimaurer Lämmchen. Die Kirche (Katholische Kirche) mit ihren Ritualen steht wieder im Mittelpunkt. Manches auch zu Recht.

 

Man stoßt doch tatsächlich auf die Theorie: „Du kannst mit deinen Gedanken die Welt verändern“. Dir ist nichts mehr unmöglich! Na, wenn sich dass nicht nach – „Ihr werdet sein wie Gott“ anhört. „Wir sind die Herren unseres eigenen Universums“ ist auch so ein Satz in dem Buch „Das verlorene Symbol“.

 

Die Geschichte Amerikas basiert angeblich auf der Grundlage des Götzendienstes. Alle modernen Technologien kommen von den „Göttern“. Deshalb trifft man in den USA auch auf Gebäude, die wie Tempel aussehen. Man trifft auch auf Obelisks wie z.B. in Washington. Und das lässt sich nur erklären, wenn man an eine „Macht“ glaubt.

 

„Die gesamte freimaurerische Philosophie beruht auf Ehrlichkeit und Integrität. Freimaurer gehören zu den vertrauenswürdigsten Menschen, denen Sie begegnen können“, so die Erklärung über die Freimaurer im Buch auf der Seite 158.

Teufelsanbetung und Weltherrschaft sind nur Verleumdungen…

 

Das wir glauben, Jesus sei Gott, ist kein Widerspruch. Den heidnischen Religionen geht es ja um nichts anderes – Menschen zu Göttern zu machen. Jesus wird somit nicht geleugnet und doch gleichzeitig auf eine Stufe mit anderen Göttern gestellt.

 

Die Symbolik und die Rituale der Freimaurer sind angeblich nicht merkwürdiger, als die christlichen – z.B. Jesus an das Kreuz angenagelt, das Abendmahl...

 

Im Endeffekt zeigt uns das Buch: Alle Religionen sind gleich. Alle streben nach etwas höherem. Und die Freimaurerei ist eigentlich nichts anderes – Sie möchten uns zeigen, wie man das geistige Potential des Menschen zu nutzen versteht.

Und genau das ist der Hacken. Es dreht sich um den Menschen und ach um seine unentdeckten Möglichkeiten.

 

Zum Schluss des Buches lässt Dan Brown noch mal eine Bombe platzen: Das Geheimnis der Erleuchtung ist das geschriebene Wort! Was für eine Überraschung! Somit werden alle „heiligen“ Bücher in eine Reihe gestellt: Die Bibel, der Koran … und auch die Bücher anderer Religionen.

Obelisk in Washington DC
Obelisk in Washington DC

Die Freimaurer selber nehmen natürlich die Bibel. Doch wie man sie auslegt, ist natürlich etwas ganz anderes. Und auf solche Auslegungen trifft man andauernd in dem Buch „Das verlorene Symbol“. Die Freimaurer sind im Prinzip die Erleuchteten. Deshalb enthält die „Freimaurer-Bibel“ noch zusätzliche philosophische Anhänge. Und das erinnert doch stark an die Gnostiker. Sie konnten nämlich aus den Texten eigenartige Sachen rauslesen. Das gelang nach langem brüten über dem Text und das „zwischen den Zeilen lesen“. Das gibt es heute natürlich auch in unseren Kreisen. Und natürlich waren die Gnostiker diejenige, die sich für die privilegierte hielten – die Erleuchteten sozusagen. Und die Freimaurer tun nichts anderes.

Die Bibel wird hier zu einem Buch voller Symbole die noch nicht entziffert sind. Aber vieles kann man angeblich schon durch die symbolische Sprache sehen: Den Mensch, seinen Geist, seine Göttlichkeit…

 

Durch das zitieren von vielen Bibelstellen, bekommt der Leser den Eindruck, dass er die Bibel doch mal lesen sollte – aber natürlich aus einem ganz anderem Blickwinkel.

Ich muss schon zugeben, dass es neugierig macht auf „mehr“ in der Bibel. Nur ist es ein Betrug! Die Bibel wird zu einem „Zauberbuch“.

 

Deshalb, denke ich, ist die Botschaft in diese Buch gefährlich:

Die missverstandenen Freimaurer, die der Welt nur dienen wollen und als Grundlage unter anderem auch die Bibel benutzen.

 

Ich hoffe und bete, dass dieses Buch keinen großen Schaden an denen anrichtet, die tatsächlich suchen und die Bibel zur Hand nehmen werden. Ich persönlich finde, dass das Buch „Sakrileg“ von Dan Brown ein Witz war zum Vergleich mit diesem Buch „Das verlorene Symbol“.

 

In „Sakrileg“ wird die Kirche und das Christentum angegriffen. Das spornt einen zum verteidigen an. In „Das verlorenen Symbol“ ist es ganz anders. Hier wird gemischt, vermischt und zur Toleranz gedrängt. Und als Krönung wird die Bibel zum symbolischen betrachten motiviert. Und das ist ein höchst gefährliches Gift.


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Kommentare: 1
  • #1

    Mike (Montag, 16 Januar 2012 19:11)

    es klang mir als würdet ihr die theory das gedanken eine masse haben als scherz nehmen. die Noetik ist zwar eine Grenzwissenschaft aber trotzdem ist sie ernstzunehmen